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Polo kehrt für eine Jubiläumssaison auf das Gras von Chantilly zurück

Der Spitzensport kehrt am Freitag, den 8. Mai, nach Chantilly zurück. © Justine Jacquemot

Die Rasensaison in Chantilly hat wieder begonnen. Bereits jetzt herrscht Hochbetrieb: Mehr als 600 Pferde sind im Einsatz, und ab diesem Wochenende treten 17 Teams in den verschiedenen Spielklassen an. Der High-Goal-Polo startet am Freitag, den 8. Mai, mit der Coupe PGH und eröffnet damit die 12-Goal-Saison mit Teams aus Frankreich, Belgien und Italien.

Mit der Rückkehr auf das Gras kehren auch die Argentinier zurück – Spieler ebenso wie ihre gesamten Entouragen. Sie bringen jene besondere Atmosphäre mit, in der sich das schnelle, direkte und manchmal unverblümte Kastilisch der Pampa mit dem Donnern der Hufe auf den makellosen Canchas¹ der Ferme d’Apremont verbindet. Auf den Spielfeldern wie in den Stallungen findet der Polo-Sport wieder seinen Rhythmus: geprägt von der engen Verbindung zwischen Reitern und Pferden, kontrollierter Intensität und jener gemeinsamen Energie, die diesen Sport ausmacht – begleitet von lateinamerikanischen Klängen, die durch die Stallgassen ziehen. Argentinien hält erneut Einzug in die Picardie und blickt bereits auf das erste große Highlight der Saison voraus: den Polo Nations Cup vom 12. bis 27. Juni sowie dessen „kleine Schwester“, den OniriQ Ladies Polo Nations Cup, der am 22. Juni beginnt.

Diese Rückkehr auf das Gras markiert zugleich ein besonderes Jahr: 2026 feiert der Club sein 30-jähriges Bestehen.

Der Polo Club du Domaine de Chantilly wurde 1996 von Patrick Guerrand-Hermès (PGH) gegründet und hat sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Adressen des internationalen Polo-Zirkus entwickelt. Im Mittelpunkt steht hier alles rund um die Pferde. Hunderte Polo-Ponys, die von den Petiseros² mit höchster Präzision vorbereitet werden, profitieren von den herausragenden Anlagen der Ferme d’Apremont, deren Ruf längst weit über Frankreich hinausreicht.

Doch der eigentliche Kern des Clubs liegt woanders: in seiner Fähigkeit, unterschiedliche Spielniveaus zusammenzubringen, erfahrene Spieler ebenso wie Einsteiger willkommen zu heißen und nicht nur einen Sport, sondern auch eine Kultur weiterzugeben. Seit drei Jahrzehnten wird Polo hier nicht nur gespielt, sondern gelebt.

Zehn Nationen in 15 Tagen Wettbewerb

Nach einer ersten Jubiläumsfeier im anderen von Patrick Guerrand-Hermès gegründeten Club, La Palmeraie an der marokkanischen Atlantikküste Ende April, setzen sich die Feierlichkeiten im Juni mit dem Polo Nations Cup fort. Das erste große Turnier der Saison findet vom 12. bis 27. Juni statt und markiert bereits die vierte Ausgabe eines Wettbewerbs, der sich in kurzer Zeit fest im internationalen Kalender etabliert hat. Zehn Nationen und Regionen haben ihre Teilnahme bereits bestätigt³.

France Occitanie kehrt zurück, um seinen Titel zu verteidigen. Mit dabei sind Isabelle Larenaudie, Simon Zavaleta und Ramiro Zavaleta sowie das junge französische Talent Elouan Badarello. Besonders gespannt darf man auf das erneute Aufeinandertreffen mit den Finalgegnern von 2025 sein: dem argentinischen Team aus Córdoba rund um Matias Torres Zavaleta.

Elouan Badarello erinnert sich noch gut an seine erste Begegnung mit einem der besten Spieler Argentiniens:

„Ihn zu verteidigen, ist extrem schwierig. Dafür braucht man mehr als einen Spieler. Allein macht er dir das Leben unmöglich. Aber es ist außergewöhnlich, gegen einen Spieler dieses Kalibers anzutreten – und eine echte Chance, jemanden wie ihn in Chantilly zu haben.“

Auch der Frauenwettbewerb gewinnt weiter an Bedeutung. Aktuell sind vier Teams gemeldet, darunter die Titelverteidigerinnen aus Hauts-de-France unter der Führung von Bianca Verneuil. Sie treffen auf France Normandie, Israel sowie die Niederlande – das einzige vollständig amateurhafte Team, angeführt von Sophie Rakic und ausschließlich aus Clubspielerinnen bestehend. Dies spiegelt eine klare Entwicklung wider: Frauenpolo wächst stetig – sowohl hinsichtlich der Teilnehmerzahlen als auch des spielerischen Niveaus.

Die Finalspiele am Samstag, den 27. Juni, werden von einem öffentlichen Village mit Unterhaltung, Gastronomie und einer entspannten Atmosphäre begleitet – ganz im Sinne des Chantilly-Geistes: offen, lebendig und familienfreundlich.

Doch damit endet das Wochenende noch nicht. Im Anschluss folgen die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum des Clubs. Zu den Höhepunkten zählt das Legends Tournament, bei dem ehemalige Teamkapitäne und prägende Persönlichkeiten aus Chantilly zusammenkommen. Das Finale wird am darauffolgenden Tag ausgetragen. Einige werden erneut zum Schläger greifen, darunter der renommierte Rennpferdetrainer André Fabre. Auch frühere argentinische Profis wie Tomas Goti und Diego Zavaleta kehren aufs Feld zurück – angetrieben von derselben Leidenschaft, noch einmal zu spielen und zu konkurrieren.

Dreißig Jahre später bleibt Chantilly seiner Identität treu: anspruchsvoller Polo-Sport, offen für alle, bei dem Spiel, Pferde und Menschen gemeinsam voranschreiten.

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